Panikstörungen gezielt und individuell behandeln
Plötzliches Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren: Eine Panikattacke kann innerhalb kurzer Zeit eine intensive körperliche und psychische Belastung auslösen. Besonders belastend wird es, wenn die Angst vor einer erneuten Attacke zunehmend den Alltag bestimmt.
In unserer privaten Akutklinik unterstützen wir Sie dabei, Ihre Panikattacken und deren Auslöser besser zu verstehen, die Angst vor weiteren Attacken zu reduzieren und Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit und Selbstständigkeit in Ihrem Alltag zu gewinnen.
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Eine Panikstörung ist durch wiederkehrende Panikattacken gekennzeichnet. Dabei kommt es zu plötzlich auftretenden Phasen intensiver Angst, die von ausgeprägten körperlichen und psychischen Symptomen begleitet werden können.
Typisch ist, dass Panikattacken nicht ausschließlich in einer eindeutig gefährlichen Situation auftreten. Sie können unerwartet entstehen und dadurch bei Betroffenen ein starkes Gefühl von Kontrollverlust hervorrufen.
Nach einer oder mehreren Panikattacken entwickelt sich häufig die Sorge, erneut eine solche Attacke zu erleben. Diese sogenannte Erwartungsangst kann dazu führen, dass Betroffene ihren Körper besonders aufmerksam beobachten, bestimmte Situationen vermeiden oder ihren Alltag zunehmend nach der Angst ausrichten.
So kann ein Kreislauf aus Panik, Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten entstehen.
Eine Panikstörung kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Menschen erleben nur gelegentlich Panikattacken, während andere zunehmend unter der ständigen Befürchtung leiden, dass jederzeit eine neue Attacke auftreten könnte.
Typische körperliche Beschwerden können Herzrasen, Schwindel, Zittern, Schwitzen, Atemnot, Brustenge, Übelkeit oder ein Gefühl der Benommenheit sein. Hinzukommen können intensive Gedanken und Befürchtungen, beispielsweise die Angst, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig zu werden oder körperlich ernsthaft erkrankt zu sein.
Gerade weil sich Panikattacken körperlich sehr intensiv anfühlen können, werden entsprechende Symptome häufig als unmittelbar bedrohlich wahrgenommen.
Mit der Zeit kann sich der Alltag immer stärker verändern. Bestimmte Orte oder Situationen werden möglicherweise gemieden, Wege sorgfältig geplant oder Aktivitäten nur noch gemeinsam mit einer vertrauten Person unternommen.
Im ausgeprägten Verlauf können Arbeit, soziale Kontakte, Freizeit und alltägliche Erledigungen erheblich beeinträchtigt werden.
Panikstörung und Agoraphobie können gemeinsam auftreten.
Nach einer Panikattacke an einem bestimmten Ort kann beispielsweise die Sorge entstehen, dort erneut eine Attacke zu erleben und die Situation nicht schnell genug verlassen zu können oder keine Hilfe zu erhalten.
In der Folge beginnen Betroffene möglicherweise, öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmengen, Geschäfte oder weitere Wege außerhalb des eigenen Zuhauses zu vermeiden. Dadurch kann sich zusätzlich zur Angst vor den Panikattacken eine ausgeprägte Angst vor bestimmten Situationen entwickeln.
Eine professionelle Behandlung berücksichtigt deshalb nicht nur die Panikattacken selbst, sondern auch mögliche Erwartungsängste, Vermeidungsstrategien und weitere begleitende Beschwerden.
In der LIMES Schlossklinik Fürstenhof betrachten wir Panikattacken nicht isoliert. Gemeinsam mit Ihnen untersuchen wir die individuellen Faktoren, die Ihre
auslösen und aufrechterhalten können.
Dazu gehört insbesondere, zu verstehen, welche Gedanken während einer Panikattacke auftreten, wie körperliche Empfindungen wahrgenommen und bewertet werden, welche Situationen inzwischen mit Angst verbunden sind und welche Verhaltensweisen kurzfristig Sicherheit vermitteln, langfristig jedoch möglicherweise die Angst verstärken. Ausgehend von Ihrer persönlichen Situation entwickelt unser multiprofessionelles Team ein individuell auf Ihre Bedürfnisse und Therapieziele abgestimmtes Behandlungskonzept.
Das Ziel besteht nicht darin, körperliche Empfindungen oder Angst vollständig zu vermeiden. Vielmehr möchten wir Sie dabei unterstützen, Ihre Reaktionen besser einzuordnen, Vertrauen in den eigenen Körper und die eigene Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen und schrittweise einen selbstbestimmteren Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln.
Eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende Phase intensiver Angst, die von starken körperlichen und psychischen Reaktionen begleitet werden kann. Dazu können beispielsweise Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot oder Beklemmungsgefühle sowie die Angst vor Kontrollverlust gehören.
Eine einzelne Panikattacke bedeutet nicht automatisch, dass eine Panikstörung vorliegt. Von einer Panikstörung wird gesprochen, wenn wiederkehrende Panikattacken auftreten und sich beispielsweise eine anhaltende Sorge vor weiteren Attacken oder deutliche Veränderungen des Verhaltens entwickeln. Die genaue Diagnose sollte fachärztlich oder psychotherapeutisch gestellt werden.
Mögliche Beschwerden sind unter anderem Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Schwindel, Brustenge, Übelkeit oder Benommenheit. Da ähnliche Beschwerden auch körperliche Ursachen haben können, sollten insbesondere neu auftretende oder unklare Symptome ärztlich abgeklärt werden.
Ja. Manche Betroffene entwickeln aus Angst vor einer erneuten Panikattacke ein zunehmendes Vermeidungsverhalten. Sie meiden beispielsweise Orte oder Situationen, in denen eine schnelle Flucht schwierig erscheint oder sie befürchten, im Falle einer Attacke keine Hilfe zu erhalten. In solchen Fällen kann zusätzlich eine Agoraphobie bestehen.
Die Behandlung richtet sich nach der individuellen Diagnose, dem Schweregrad der Beschwerden und möglichen Begleiterkrankungen. Psychotherapeutische Verfahren spielen eine zentrale Rolle. Je nach persönlicher Situation können weitere medizinische und therapeutische Maßnahmen Bestandteil eines individuellen Behandlungskonzepts sein.
Eine stationäre Behandlung kann insbesondere dann infrage kommen, wenn Panikattacken und Erwartungsängste den privaten oder beruflichen Alltag erheblich beeinträchtigen, ausgeprägtes Vermeidungsverhalten besteht oder eine intensivere therapeutische Begleitung erforderlich ist. Welche Behandlungsform im individuellen Fall geeignet ist, sollte ärztlich und psychotherapeutisch beurteilt werden.